Von Michael Knaupe und Jascha Waffender
Paketlogistik ist längst Teil unseres Alltags geworden - und die Erwartungen der Kunden steigen spürbar: Sendungen sollen zuverlässig ankommen, flexibel abholbar sein und sich in den Tagesablauf integrieren lassen. Deshalb gewinnen neben der klassischen Haustürlieferung Paketshops und Paketstationen weiter an Bedeutung. Das zeigten kürzlich das E-Shopper Barometer 2025 von Geopost und die Last Mile Delivery Experience Study des GLS Tochterunternehmens Bettermile. Weiter steigende E-Commerce-Volumen und hohe Retourenquoten verstärken den Trend, Pakete über Paketstationen zu empfangen und zu versenden, nicht zuletzt, um die öffentliche Verkehrsinfrastruktur zu entlasten.
Gerade jetzt, in der Skalierungsphase des Paketstationen-Netzes, kommt es darauf an, Reichweite und Alltagsnähe konsequent auszubauen - und zwar dort, wo Menschen ohnehin unterwegs sind. Der Mehrwert ist klar: Paketstationen erweitern das bestehende Serviceangebot eines Standorts, schaffen wiederkehrende Besuchsanlässe und machen moderne Zustell- und Abhollogistik vor Ort sichtbar. Sie gehören in unseren Innenstädten, Wohnvierteln und Handelsstandorten mehr denn je zur zeitgemäßen kommunalen Infrastruktur.
Die Paketdienste DPD und GLS haben inzwischen die Erfahrungen aus ihrer Zusammenarbeit beim Aufbau des inboxx-Netzwerkes aus anbieteroffenen Paketstationen ausgewertet. Daraus lassen sich vier Erfolgsfaktoren ableiten, von denen Handel und Paketdienste gleichermaßen profitieren:
Gemeinsame Infrastruktur statt Insellösungen
Anbieteroffene Paketstationen wie inboxx sind deshalb so attraktiv, weil sie eine flexibel nutzbare Infrastruktur schaffen, statt mehrere geschlossene Systeme nebeneinander aufzubauen. Entscheidend ist dabei nicht, wer das Paket liefert, sondern dass der Kunde ein gut erreichbares Serviceerlebnis erhält. Anbieteroffene Paketstationen sparen nicht nur Platz, sondern sorgen zugleich dafür, dass es eine große Vielfalt von Besuchsanlässen gibt, alle Händler gleichermaßen profitieren und sich Standorte, einschließlich des öffentlichen Raums, insgesamt beleben.
Mehr geeignete Standorte dank leicht integrierbarer Lösungen
Der Engpass beim Ausbau von Paketstationen ist oft nicht die Technik, sondern der Standort: verfügbare Fläche, Zugänglichkeit, Genehmigungen und Alltagstauglichkeit spielen eine Rolle. Paketdienste wie GLS und DPD übernehmen für inboxx-Standorte deshalb bereits heute die genehmigungsseitige und bauliche Umsetzung für ihre Partner. Moderne Paketstationen sind zudem modular, autark vom Stromnetz und häufig völlig ohne bauliche Maßnahmen aufstellbar. Das erleichtert die Integration auf Parkflächen, in Wohnvierteln, an Mobilitätsknoten und an nahezu jedem anderen Standort.
Nahversorgung und öffentliche Infrastruktur im Blick haben
Paketstationen entfalten ihren Nutzen am besten, wenn sie nicht als Einzelstandorte betrachtet werden, sondern als Teil der kommunalen Nahversorgung. Wo öffentliche Infrastruktur, z.B. ÖPNV, Bahnhöfe, Radstationen, Ladesäulen oder Parkplätze, bereits sinnvoll im Quartier verteilt ist, entstehen sofort spürbar positive Effekte für die Bewohner: ein besseres Sicherheitsgefühl, weniger Zustellverkehr, Entlastung von Wohngebieten, mehr Quartiersfeeling. Entscheidend ist deshalb, Innenstädte, Quartiere oder Kleinstädte als Gesamtsystem zu planen, also Funktionen so zu kombinieren, dass sie sich gegenseitig ergänzen und zum Magneten für die Bewohner werden.
Chancen des E-Commerce nutzen
Der Leitgedanke, Paketstationen als neue ortsnahe Infrastruktur zu betrachten, eröffnet immer wieder zusätzliche Entwicklungsperspektiven für sämtliche Akteure vor Ort. Zu nennen sind insbesondere Geschäftsideen, die die Synergien mit dem wachsenden E-Commerce nutzen. Beispielsweise kann der stationäre Einzelhandel an neue Click&Collect-Angebote denken, der 24-Stunden-Laden an eine Erweiterung seines durchgehenden Serviceangebotes oder der Dorfladen an eine zentrale Paketstation als Teil der Nahversorgung im ländlichen Raum.
Unser Fazit ist deshalb eindeutig: Der Auf- und Ausbau eines dichten Netzes an anbieteroffenen Paketstationen ist der einzige Weg, um das zukünftige Wachstum des E-Commerce nachhaltig realisieren zu können. Die Kommunen haben es in der Hand, solche zeitgemäßen Ökosysteme der Nahversorgung voranzutreiben, um ihren Bürgern zusätzlichen Mehrwert zu bieten und zugleich den Wachstumsmotor E-Commerce für die Gewerbeentwicklung zu nutzen. Interessierte finden mehr Informationen auf der inboxx Website.
https://www.inboxx.com